• Firmengründung

    Man schrieb das Jahr 1895. Der kleine Ort Friedrichsthal stand wirtschaftlich in seiner vollsten Blüte. Seit 15 Jahren hatte Friedrichsthal bereits eine eigene Kommunal-Verwaltung. Alle Glashütten, so auch die auf dem heutigen Firmengelände, erzeugten Produkte für viele Länder Europas, gleichzeitig waren vom Bergbau zur Kohleförderung alle Schächte abgeteuft. Durch mehrere Eisenbahnstrecken war Friedrichsthal bereits voll erschlossen. Selbst der Quierschieder Bahnhof befand sich zur damaligen Zeit auf Friedrichsthaler Bann.

    Der Grubenmaschinenmeister Johann Schorr meldete im Jahr 1895 bei der Handwerkskammer in Saarbrücken eine Mechaniker Werkstatt an. Diese befand sich in der Saarbrücker Straße etwas unterhalb des heutigen Wasserwerkes. Gemeinsam mit seinem Bruder Fritz reparierte Johann Schorr mechanische Anlagen und sie begannen bald auch Fahrräder, Motorräder und Nähmaschinen zu verkaufen. Selbst damals schon Produkte aus dem Hause Opel. Mehrere Nähmaschinen, Fahrräder und sogar ein Kinderwagen befinden sich heute noch in unserem Besitz.

  • Entwicklung eines eigenen Automobils

    Schon 7 Jahre später machten die Brüder Johann (Senior) und Fritz Schorr von sich reden. Sie erbauten zwar nicht das erste Automobil überhaupt, stellten aber 1902 einer erstaunten Öffentlichkeit einen Motorwagen vor, von dem sogar die Presse Kenntnis nahm – das erste Auto an der Saar.

     

    Die SAABRÜCKER ZEITUNG berichtete im Februar 1902 darüber so:

    „Einen günstigen Erfolg auf dem Gebiet der Technik erzielten die Gebrüder Johann und Fritz Schorr von Friedrichsthal. Die Genannten beschäftigten sich schon seit geraumer Zeit mit dem Problem der Erbauung eines praktischen Transportwagen, der von einem Benzinmotor angetrieben wird. Gestern (5. Februar) unternahmen die Erfinder in Gegenwart einiger Sachverständiger die erste Probefahrt, die glücklich von statten ging. Der mit vier Personen besetzte Wagen bewältigte die sehr steile Straße von Friedrichsthal nach Bildstock sehr gut. Die dabei zu passierenden Kurven der Straßen wurden zur allgemeinen Zufriedenheit überwunden.

    Der Motor ist zu viereinhalb Pferdestärken berechnet. Dem Vernehmen nach sind schon drei Motoren in Bestellung gegeben, so dass die Herren Schorr, die, nebenbei bemerkt, von Profession Grubenschlosser sind und in Maybach arbeiten, mit dem Erfolge sehr zufrieden sein können.“

  • Nachkriegszeit

    Nach dem Krieg, als Johann Schorr noch in Gefangenschaft und die Werkstatt von den Amerikanern beschlagnahmt war, wurde der Betrieb von der Ehefrau weitergeführt, zu der Zeit ausgelagert in das heutige Helenengelände. Bald erfolgte dann wieder der Einzug in die Saarbrücker Straße 47.

    Während dieser Zeit wurde dann vorübergehend die Marke Renault aufgenommen. Da das Unternehmen aber bereits seit 1926 Vertragspartner der Adam Opel AG – heute Opel Automobile GmbH - war und einige Kunden weiterhin Opel fahren wollten, wurden die Fahrzeuge damals in Paris und Nancy besorgt - heute würde man das Re-Import nennen.

  • Entscheidung für Opel

    Nach der wirtschaftlichen Rückgliederung des Saarlandes musste man sich zwischen Opel und Renault entscheiden, wobei die Entscheidung in Friedrichsthal für Opel getroffen wurde.

  • Expansion nach Thüringen

    1994 fiel die Entscheidung, aus dem Saarland, wo man inzwischen drei Autohäuser betrieb, nach Thüringen zu expandieren. Somit wurde in diesem Jahr der Hauptstandort der Autohaus Schorr GmbH in Hötzelsroda eröffnet. Sascha Schorr begann nach seiner dualen Ausbildung bei der renommierten Autohausgruppe Georg von Opel in Frankfurt, 1994 das Autohaus in Hötzelsroda zu leiten.  Man begann den Verkauf und Service rund um die Marke Opel mit gerade einmal 8 Mitarbeitern.

  • 100-jähriges Firmenjubiläum

    Im Mai feierte das Unternehmen somit sein 100-jähriges Bestehen, damals noch unter Firmenchefin Ursula Schorr.

  • Eröffnung des Autohauses in Mühlhausen

  • Übernahme Maier-Rehm

    Sascha Schorr übernahm den Eisenacher Opelhändler Maier-Rehm.

  • Übernahme von 2 weiteren Autohäusern

    2017 entschied man sich zur Übernahme der Autohäuser von Arnd Vogel in Erfurt und Arnstadt. Seit dem 01.01.2018 gehören nun auch diese Standorte zum Unternehmen der Autohaus Schorr GmbH.

    Aktuell ist die Autohaus Schorr GmbH an 5 Standorten in Thüringen mit 6 Autohäusern, 150 Mitarbeitern und den Marken Opel, Land Rover und Isuzu vertreten.